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Neuer Onlineservice gegen Mieterhöhungen gestartet
17. August 2017

Neuer Onlineservice gegen Mieterhöhungen gestartet

Mit dem Erscheinen der neuen Mietspiegel drohen hunderttausenden Haushalten zum Teil drastische Mieterhöhungen. Das Verbraucherportal wenigermiete.de bietet Mietern nun Schutz gegen unzulässige Preissteigerungen an. Der Service ist für Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart verfügbar. Weitere Städte sollen folgen.


Ein neuer Service soll Verbrauchern helfen, sich schnell und unkompliziert gegen unzulässige Mieterhöhungen zu schützen. Das wenigermiete.de, bietet auf seiner Seite einen sogenannten Schutzbrief gegen Mieterhöhung an. Von dem Dienst könnten hunderttausende Mieter profitieren. Denn mit dem Erscheinen der neuen Mietspiegel, wie vor kurzem in Berlin und München, würden zahlreichen Haushalten saftige Mieterhöhungen drohen. Oftmals seien diese jedoch nicht rechtmäßig, weil sie beispielsweise gegen formale Kriterien verstoßen oder die Miete zu hoch angesetzt ist.

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Mieterhöhungswelle

„Kaum sind die neuen Mietspiegel da, rollt eine Mieterhöhungswelle durchs Land. In vielen Fällen ist das rechtlich nicht zulässig“, meint Daniel Halmer, Rechtsanwalt und Geschäftsführer von wenigermiete.de. Der Schutzbrief gegen Mieterhöhung ist ein weiterer von wenigermiete.de. Weitere Services, zum Beispiel zur Kautionsrückzahlung, sollen folgen. „Das ist erst der Anfang unseres Serviceangebotes“, meint Frederik Gärtner, Geschäftsführer von wenigermiete.de. „Wir haben nach dem erfolgreichen Start unseres Portals entschieden, noch viel mehr anzubieten. Unser Ziel ist es, Mietern vom Einzug bis zum Auszug zur Seite zu stehen und ihre Rechte in jeder Situation und ohne Kostenrisiko zu schützen.“

Kosten nur im Erfolgsfall

Der Schutzbrief ist zunächst für Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart verfügbar. Weitere Städte sollen folgen. Mieter müssen zunächst online Angaben zur Mieterhöhung und zu ihrer Wohnung machen. Ist die Mieterhöhung aus Sicht von wenigermiete.de unzulässig, bietet das Portal dem Mieter den kostenlosen Schutzbrief gegen Mieterhöhung an. Dieser beinhaltet volle Kostendeckungen für Anwalt und Gericht, sollte der Vermieter die Mieterhöhung gerichtlich durchsetzen wollen. Eine Gebühr wird nur im Erfolgsfall fällig. Dann erhält das Portal die Ersparnis für drei Monate. Kann die Mieterhöhung hingegen nicht erfolgreich abgewehrt werden, entstehen dem Mieter keine Kosten. (mh)



Kommentare

von Klaus Noethen am 22.08.2017 um 11:05 Uhr
Zitat:
Unser Ziel ist es, Mietern vom Einzug bis zum Auszug zur Seite zu stehen und ihre Rechte in jeder Situation und ohne Kostenrisiko zu schützen.“
1. Hört sich im ersten Augenblick gut an. Aber letztendlich kostet es den Mieter im Erfolgsfall 3 Monatsmieten. Die Gewinnerzielungsabsicht dürfte aber im Vordergrund stehen. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber man sollte das dann auch so sagen. Die Begriffe "Verbraucherportal", "kostenloser Schutzbrief" und die zitierte Zielformulierung sind nach meiner Einschätzung leicht irreführend.
2. Sie klagen nach eigenen Aussagen auch bei rein formellen Fehlern. Den Prozess werden Sie vermutlich gewinnen, aber der Vermieter wird anschließend eine formal richtige Mieterhöhung formulieren. Der Mieter zahlt an das "Verbraucherportal" 3 Monatsmieten und zwischen Mieter und Vermieter entsteht Unfrieden. Wer ist denn bei dieser Ausgangslage der Gewinner?
3. Meine Empfehlung: Mieter und Vermieter sollten vor einer Klage erst das Gespräch suchen. Bei einer Klage sind meistens nur die Rechtsanwälte (Verbraucherportale) die Gewinner.



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